Die Hasenstall - Beine
Verschiedene Konstruktions-Arten
Es gibt zwei Verfahrensweisen, durch die die Beine mit dem Hasenstall (oder Kaninchenstall) verbunden werden können:
Entweder sie sind fest in den Hasenstall integriert, indem sie die Eckpfeiler bilden, an denen die Wände als einzelne Bretter verschraubt wurden (Stollenbauweise).
Oder die Beine werden von außen an den fertigen Hasenstall montiert, der vorher aus einzelnen Komplett-Elementen (Wände und Boden) zusammengesetzt wurde (Plattenbauweise).
Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, den Hasenstall auf gemauerten Sockeln zu platzieren.
Wetterfeste Versieglung
Ganz wichtig ist gerade bei den Beinen des Hasenstalls, dass sie besonders gut wetterfest versiegelt werden. Dabei braucht nicht auf eine Offenporigkeit geachtet werden wie zum Beispiel bei den Stallwänden. Sie haben nicht die Funktion, Feuchtigkeit nach außen zu transportieren.
Sie müssen nur stabil sein und bleiben. Wenn der Hasenstall irgendwann doch marode werden sollte, dann jedoch nicht an den Beinen.
Auch hier verwendet man ungiftige Lasuren. Werden die Beine jedoch von außen an den Hasenstall geschraubt und haben die Hasen somit keinerlei Zugangsmöglichkeiten, so hat man hier noch bessere Möglichkeiten, die Beine vom Kaninchenstall wetterfest zu versiegeln. Dann braucht man sich nicht darum zu sorgen, dass die Hasen die Beine annagen könnten.
Dennoch sollten die Beine nach Trocknung der Versieglung geruchsfrei sein, denn die Hasen haben feine Nasen.
Trockene Füße
Doch auch wenn die Beine noch so gut versiegelt sind, werden sie von unten her anfangen zu verrotten, wenn sie direkten Kontakt mit dem Erdboden haben. Dann zieht nämlich die Feuchtigkeit aus dem Boden nach oben in die Beine. Daher ist es wichtig, dass der Hasenstall stets trockene Füße behält. Dies kann dadurch gewährleistet werden, dass man (verzinkte) Metallfüße unten anschraubt oder die unteren Enden der Beine mit einer Kunststoff-Verkleidung versieht. Beides ist im Baumarkt erhältlich.
Stabiler Stand
Bei den Hasenstall-Beinen sollte man nicht zu sehr am Holz sparen und darauf achten, dass die Kanthölzer dafür dick genug sind und das Holz auch nicht zu weich ist. Dabei ist zu berücksichtigen wie groß und schwer der Hasenstall ist und wie hoch er stehen soll (Lände der Beine).
Die Hasenstall - Höhe
Wie lang die Beine sein müssen hängt davon ab, wie auf welcher Höhe letztendlich der Hasenstall stehen soll. Und das ist davon abhängig, wer für die Hasenhaltung zuständig ist. Die Bucht (der Lebensbereich der Hasen) sollte so hoch sein, dass der Hasenhalter eine gute Einsicht in alle Stallbereiche hat und dass er ohne große Anstrengung in alle Stallbereiche hineinreichen kann, um etwas hinein zu tun, etwas heraus zu holen oder den Hasenstall zu reinigen.
Direkten Kontakt zum Boden darf der Stallboden nicht haben. Die Stall-Beinde sollten wenigstens 20cm Freiraum unter dem Stall bewirken. So können sich keine Schadnager darunter einnisten. Außerdem sind 20cm hoch genug, sodaß die Hasen sich auch einmal unter dem Hasenstall verkriechen können, falls dieser einmal innerhalb von einem Freilaufgehege platziert werden sollte.